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Private Altersvorsorge in Form von einer Riester Rente

Die Riester Rente wurde 2000 bzw. 2001 im Zuge der Rentenversicherungsreform ins Leben gerufen. Ideengeber und gleichzeitig Namensgeber der Riester Rente war der damalige Minister für Arbeit Walter Riester. Walter Riester wurde 1943 im bayerischen Kaufbeuren geboren und ist bis heute ein Politiker der SPD. Walter Riester war von 1998 bis 2002 Minister für Arbeit und Sozialordnung der Bundesrepublik Deutschland, dank der Riester Rente ist er aber auch heute noch in aller Munde. 
Damit sich jedoch jemand auf die Riester Rente einlässt und mithilfe dieser Form der Privaten Altersvorsorge fürs Alter sparen möchte, musste sozusagen ein Anreiz her. Der war schnell gefunden. Die Riester Rente sollte staatlich gefördert werden, aber natürlich nicht, bevor man einige Voraussetzungen erfüllt hat. Die Riester Rente ist leider nicht für jeden geeignet. Selbständige oder Freiberufler haben von der Riester Rente rein gar nichts, es sei denn sie gehören der Künstler-Sozialkasse an und unterliegen damit der Rentenversicherungspflicht. Förderfähig sind also nur diejenigen, die rentenversicherungspflichtig sind und somit in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen. 
Dennoch bietet die Riester Rente für alle zulagenberechtigte Personen auch einige Vorteile. Der größte Vorteil ist wahrscheinlich, dass die Riester Rente bzw. das, was bisher angespart wurde, nicht zum Vermögen hinzu gezählt wird. Somit darf das Sparkonto der Riester Rente auch nicht mit gepfändet werden. Die Auszahlung der Riester Rente erfolgt in der Form einer Leibrente, auch das dürfte für viele vorteilig sein. Heißt also, man erhält eine monatlich wiederkehrende und gleichbleibende Rente, ähnlich wie bei der gesetzlichen Rente. Bei einem einmalig ausgezahlten Betrag könnte man dazu neigen, diesen zu schnell wieder auszugeben. Das ist jedoch nicht Sinn und Zweck einer Rente. Die Förderung vom Staat erfolgt entweder in Form einer Altersvorsorgezulage oder in Form eines Sonderausgabenabzuges. Wie hoch die Förderungen ausfallen, ist im Einkommensteuergesetz festgelegt. Letztendlich entscheidet allerdings das Finanzamt darüber, was günstiger ist. 
Bisher klingt alles recht positiv, eine Frage gibt es jedoch, die viele beschäftigt. Was passiert, wenn man vorher stirbt oder man nicht mehr dazu in der Lage ist, die Beitragszahlungen für die Riester Rente zu leisten. Grundsätzlich kann man sagen, das angesparte Kapital bleibt bestehen, die staatlichen Förderungen müssen jedoch in voller Höhe zurückgezahlt werden, beispielsweise wenn man den Vertrag vorzeitig kündigen muss. Falls der Anspruchsberechtigte vorm Eintritt des Rentenalters verstirbt, dann muss in der Regel der Ehepartner die Förderung zurückzahlen, es sei denn er kann den bisher bestehenden Vertrag in unveränderter Form in seinen eigenen Vertrag übernehmen und fortführen.